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02.07.2018, 11:49

1 Frage, 2 Antworten.

Ugandas Regierung hat ernst gemacht – und eine Steuer auf via Smartphone genutzte soziale Medien eingeführt. Seit Sonntag müssen Menschen aus Uganda, die über ihr Handy Anwendungen wie Facebook, WhatsApp, Twitter, Instagram oder Skype nutzen, pro Tag eine kleine Gebühr zahlen.

Wer über sein Handy soziale Medien nutzt, zahlt ab sofort pro Tag 200 Schillinge, umgerechnet knapp 5 Cent. Die Mobilfunkunternehmen in Uganda sollen die Steuern eintreiben.

Was nicht viel klingt, kann für viele Nutzerinnen und Nutzer teuer werden: Die Social-Media-Steuer kommt im Jahr auf rund 16 Euro, etwa drei Prozent des jährlichen Pro-Kopf-Einkommens.

Was soll so eine ungewöhnliche Social-Media-Steuer in Uganda?

Darauf gibt es zwei Antworten. Eine von Seiten der Regierung – und eine von Seiten ihrer Kritiker.

  • Die Regierung sagt: Durch die Steuer sollen jährlich umgerechnet bis zu 310 Millionen Euro in die Kassen kommen. Von den rund 40 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern nutzen etwa 17 Millionen mobile Handys.
  • Kritiker sagen: Mit dem Versuch will die Regierung die Opposition zum Schweigen bringen. Präsident Yoveri Museveni ist seit 30 Jahren an der Macht, Protest organisiert sich vor allem im Netz.

Wenn sich Nutzerinnen und Nutzer nun Twitter oder Facebook nicht mehr leisten können, könnten die kritischen Stimmen ausbleiben. Schon bei der jüngsten Wahl 2016 schaltete die Regierung das mobile Netz kurzerhand ab, um die Organisation von Oppositionsprotesten zu erschweren.

Mit Material von dpa


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Mit acht Jahren hat dieses Kind sein Abitur gemacht, jetzt will es an die Uni

02.07.2018, 10:49 · Aktualisiert: 02.07.2018, 12:20

Mit acht Jahren lernen manche Kinder gerade für Diktate oder die Fahrradprüfung. Der achtjährige Laurent Simons aus Brügge in Belgien hat andere Aktivitäten auf dem Programm: Er hat gerade sein Abitur bestanden und will in zwei Monaten anfangen zu studieren.