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Alle hassen die neuen WhatsApp-Emojis – aber zu Recht?

30.10.2017, 15:20 · Aktualisiert: 01.11.2017, 15:10

Dieser Tage erschütterte eine Meldung die Grundfesten unserer Kommunikation: WhatsApp führt eigene Emojis ein. Benutzte die Messaging-App bis jetzt noch die iOS-Emojis, hat es nun eine völlig eigene Kollektion eingeführt, wie es beispielsweise schon bei Twitter der Fall ist. (Emojipedia)

Vor allem Android-Nutzer müssen sich nach einem Update jetzt mit neuen Symbolbildern auseinandersetzen. Und sind alles andere als begeistert.

Auf Twitter beschweren sich Menschen, dass die neuen Symbole überhaupt nicht mehr ihre Gefühle repräsentierten. Eine Userin nennt die Emojis "degeneriert", anderorts fallen noch schlimmere Wörter. 

Ist dieser Hass berechtigt? 

Wir haben die neuen Emojis einer genauen Analyse unterzogen und sowohl Argumente dafür als auch dagegen gefunden.

Nicht-menschliche Emojis verlieren ihre menschliche Mimik

In meinem Leben gab es immer wieder Situationen, in denen die dümmlich dreinblickende Kürbis-Laterne genau das ausdrückte, was ich empfand. Damit ist es nun vorbei. 

Sinnlose Prahlerei

Das neue Pfannenemoji brät zwei Spiegeleier, nicht eins. Was will WhatsApp anderen Emoji-Machern damit mitteilen? Wir setzen noch einen drauf? Wir können uns auch zwei Eier leisten? Wir sind keine traurigen Singles?

Man weiß es nicht.

WhatsApp will uns seinen Musikgeschmack aufzwingen

In der iOs-Version erinnerte das "Sänger"-Emoji mit seiner Gesichtsbemalung ganz klar an den jungen David Bowie. WhatsApp scheint kein Fan zu sein und ersetzt den guten Bowie durch ein Emoji, das mehr Ähnlichkeit mit Prince hat.

WhatsApp vermittelt falsche Vorstellungen vom Obst-Essen

Es gibt zwei Arten, eine Kiwi zu essen: Entweder man halbiert sie, um sie anschließend mit einem ausreichend scharfen Löffel auszulöffeln. Oder man schneidet sie in beliebig große Stücke, um sie dann einem Obstsalat oder einem Kleinkind zuzuführen.

Was keine Option ist: dünne Scheiben von der Kiwi abschneiden. Wozu denn auch.

Manche Änderungen ergeben SCHLICHT UND EINFACH KEINEN SINN

Warum hat das küssende Gesicht auf einmal rote Lippen? Beziehungsweise, keine roten Lippen, sondern nur rote Lippenumrisse? Aus keinem ersichtlichen Grund, außer es hat Herpes. Und das war doch wenigstens etwas, das man beim Online-Flirten verbergen konnte.

Bei all diesen offenen Fragen gibt es aber auch positive Neuerungen:

Schluss mit den Pink-Blau-Klischees

Sind die Geschlechter bei Apple noch schön nach dem Pink-Blau-Schema gekleidet, dreht WhatsApp den Spieß um und verpasst den männlichen Emojis lilane, den weiblichen blaue Pullover. Tat doch gar nicht weh, oder?

Mehr Haar-Vielfalt

Endlich fühlen sich auch lockige Menschen von den Emojis abgeholt. Regiert bei iOs noch das Schnittlauch-Haar, sieht man bei WhatsApp nun auch mal eine schöne Krause. 

Zum Schluss: Keine bedeutenden Veränderungen beim Auberginen-Emoji

Ein Gerücht scheint sich nicht zu bestätigen: Im Vorfeld berichteten Medien, dass die WhatsApp-Aubergine größer sein soll als die iOs-Aubergine. Beim Direktvergleich lässt sich dies allerdings nicht bestätigen. (An dieser Stelle sparen wir uns "Das sind keine 20 Zentimeter"-ähnliche Witze. Gern geschehen.)


Gerechtigkeit

Anklage wegen Verschwörung: Trumps ehemaliger Wahlkampfchef stellt sich

30.10.2017, 15:03 · Aktualisiert: 01.11.2017, 15:10

Packt er jetzt über die Russland-Affäre aus?

Was ist passiert?

Donald Trumps ehemaliger Wahlkampfchef, Paul Manafort, hat sich in Washington demFBI gestellt. Er ist so seiner Festnahme durch die Bundespolizei zuvorgekommen. (New York Times)