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Wegen zwei schweren Sicherheitslücken müssen wir alle unsere Computer updaten

04.01.2018, 17:38 · Aktualisiert: 05.01.2018, 08:59

​"Meltdown" und "Spectre"

Forscher haben zwei schwere Sicherheitslücken gefunden. Eine betrifft Computer mit Intel-Prozessor, die andere praktisch alle modernen Computer, Handys und Tablets. Nutzer müssen deswegen jetzt Updates machen.

Die Sicherheitslücken haben damit zu tun, dass Prozessoren oft schon mehrere mögliche Befehle im voraus ausführen. "Speculative Execution" heißt das. Wenn dann der eigentliche Befehl kommt, kann der Prozessor schneller weitermachen.

  • Meltdown betrifft Intel-Computer, sowohl private Geräte als auch große Server. Programme können auf den Speicher von anderen Programmen und den des Betriebssystems zugreifen und so zum Beispiel Passwörter auslesen. Gegen Meltdown gibt es Updates, die den Computer allerdings langsamer machen. Wie stark, ist unklar, im Extremfall wohl bis zu 30 Prozent.
  • Spectre betrifft Prozessoren von Intel, AMD und ARM, also auch Smartphones. Durch eine Lücke können Programme auf andere Programme zugreifen. Diese Lücke lässt sich mit Software-Updates nur schwer schließen, es lassen sich nur bekannte Angriffsmuster abwehren.

Entdeckt wurden die beiden Lücken von drei Forscherteams praktisch gleichzeitig. Experten der Technischen Universität Graz sowie von Cerberus Security und von Google haben die Schwachstellen gefunden und die Hardware-Hersteller informiert.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie viele andere das Problem noch entdeckt und nicht gemeldet haben.
Daniel Gruss, TU Graz

Das geschah bereits vor Monaten, damit die Hersteller mit Updates reagieren konnten. Die Updates erscheinen jetzt, parallel dazu wurde über das Ausmaß der Probleme gemutmaßt. Nun haben die Forscher die Lücken öffentlich gemacht.

Ob es sich dabei um Hintertüren handelt, also absichtlich eingebaute Schwachstellen, oder unabsichtliche Fehler, ist völlig unklar.

Inwiefern Geheimdienste davon gewusst haben, können wir überhaupt nicht einschätzen.
Daniel Gruss, TU Graz

Nur mit Updates lassen sich die Probleme nicht vollständig beheben. Erst mit neuen Prozessoren können die grundsätzlichen Schwachstellen der "Speculative Execution" behoben werden. Bis dahin werden die nächsten Jahre über unzählige Menschen auf der Welt betroffen sein.

  • Apple hat bereits im Dezember ein Update für Mac-Rechner ausgespielt. Auch iPads und iPhones haben Updates bekommen. Safari soll in den kommenden Tage ein Update bekommen.
  • Android-Geräte sollen am Freitag ein Update bekommen.
  • Für Windows 10 soll jetzt ein Update erscheinen. Windows 8 und 7 folgen am Dienstag.
  • Google Chrome bekommt am 23. Januar ein Update.

Wer ein Programm herunterlädt und auf seinem Computer ausführt, kann angegriffen werden. Möglich sind Angriffe wohl auch über Browser. Updates und Antiviren-Software können helfen, auch wenn sie das grundlegende Problem der Hardware nicht lösen. Aber bekannte Angriffe können abgewehrt werden – die aktuellen Updates sollten man deshalb unbedingt installieren.

Noch mehr Infos: SPIEGEL ONLINE hat mit Daniel Gruss gesprochen, Futurezone sammelt die angekündigten Updates.


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