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Google Autocomplete verrät, was wir über deutsche Städte denken

13.07.2017, 16:42 · Aktualisiert: 13.07.2017, 16:46

Ob man nach Knödelrezepten oder Sexpraktiken sucht – Google hilft in fast allen Lebenslagen. Um dir deine Anfragen noch etwas einfacher zu gestalten, gibt es Autocomplete, also das automatische Vervollständigen mit Suchvorschlägen. Diese Vorschläge denkt sich aber nicht Google selbst aus: Sie werden vielmehr aus den Wortkombinationen erstellt, die besonders viele Menschen zu bestimmten Suchbegriffen eingetippt haben.

Deshalb bilden diese Autocomplete-Vorschläge auch ab, was Menschen über Dinge denken. Oder was für Vorurteile im Umlauf sind.

Das funktioniert auch mit deutschen Städten. 

Und die Autocomplete-Vorschläge sind ziemlich vielsagend:

Berlin

Schon unsere Hauptstadt kommt bei den Google-Nutzern nicht so gut weg. Ob "Arm, aber dreckig" als Stadtmotto genauso gut funktionieren würde?

Folgerichtig auch die Verwirrung: Warum nur wollen Menschen hier wohnen?

Hamburg

Auch die Begeisterung für Hamburg scheinen die Nutzer nicht zu teilen. "Da wohnen doch eh nur Snobs. Moment mal, woher haben die eigentlich so viel Geld?"

Was denken Google-Nutzer über die G20-Länder?

München

Keine Überraschung: Auch München eilt in dieser Hinsicht sein Ruf voraus. Immerhin können die Münchner sich von ihrem ganzen Geld noch Sicherheit leisten.

Köln

Anders dagegen Köln. Hier sieht es buchstäblich düster aus. Nicht einmal für den guten alten Dom haben die Nutzer Liebe übrig:

Geld?!

Generell scheinen die Nutzer vor allem an den Finanzen der Städte interessiert zu sein. Neben der Frage nach den Lebenshaltungskosten irritiert dabei sowohl vermeintliche Armut...

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...als auch vermeintlicher Reichtum von Städten und ihren Bewohnern:

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So hässlich!

Ebenfalls ein Quell großer Verwunderung: die Optik. Betrachtet man die Autocomplete-Vorschläge diverser Städte, bekommt man den Eindruck, dass hier traumatisierte Touristen eine Erklärung für ihren missglückten Wochenendausflug suchen. 

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"Aber...aber...Kiel liegt doch am Meer. Kiel sollte doch SCHÖN sein."

Fußball!

Manche Städte haben immerhin das Glück, noch einen Fußballverein zu haben, der von anderen Problemen ablenken kann.

Zumindest hin und wieder.

Dresden

In jedem Fall ist ein Fußballverein mit schwankender Qualität besser als das, was sich Menschen über Dresden fragen. 

An dieser Stelle kann sich das Stadtmarketing wohl mal wieder bei den Pegida-Demonstranten bedanken:

Dann wohl doch lieber so:

Hannover

Hier noch mal die deutschen Großstädte in der Übersicht:

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Gerechtigkeit

Denkt endlich an die Erfolge der Frauen! Andy Murray hat es wieder getan

13.07.2017, 14:11

Unter den besten Tennisspielern dieser Welt, ist er wohl der größte Feminist. Schon im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen zeigte Andy Murray uns das mit einer kurzen, aber sehr treffenden Antwort auf die Frage eines Reporters:

Der Brite hatte gerade zum zweiten Mal in Folge Gold bei Olympia gewonnen. Der BBC-Reporter John Inverdale beglückwünschte ihn daraufhin: "Sie sind die erste Person, die bei Olympia zwei Goldmedaillen im Tennis gewonnen hat." Falsch. Murray stellte klar: "I think Venus and Serena [Williams] have won about four each." Was er erreicht hatte, hatten die beiden schon längst geschafft. (bento)