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Facebook will deine Nacktfotos – für einen guten Zweck

08.11.2017, 12:50 · Aktualisiert: 08.11.2017, 14:56

Nacktfotos bei Facebook hochzuladen, ist in etwa so sicher, wie sein Mittagessen unbeaufsichtigt auf einer Parkbank liegen zu lassen: Man kann nicht kontrollieren, wer damit sein Unwesen treibt.

Und doch landen täglich Tausende solcher Bilder bei Facebook, viele davon allerdings ohne Einstimmung der Abgebildeten. "Revenge Porn" wird es zum Beispiel im englischsprachigen Raum genannt, wenn nachtragende und rachsüchtige Liebhaber anzügliche Fotos ihrer Ex-Partner hochladen – obwohl das eine Straftat ist. Rund vier Prozent aller US-Frauen ist das schon passiert, die Zahl steigt sogar auf 10 Prozent, wenn man nur Frauen unter 30 betrachtet. (Guardian)

Mit einer neuen Software will Facebook dies (und andere Straftaten wie Kinderpornographie) unterbinden.

Dafür muss die Software allerdings trainiert werden: Was ist Revenge Porn, was einfach nur Bikinifoto oder ein Sext? Beim Training sollen Nutzer helfen, indem sie selbst Nacktfotos hochladen und dadurch Vorlagen liefern, die Facebook später zum Abgleich nutzen kann. Künstliche Intelligenz steckt allerdings nicht dahinter, die wäre wohl aktuell auch zu anfällig für Fehler. (abc)

Das hat erst kürzlich unser Test von Apples und Googles Bilderkennung gezeigt:

Stattdessen können Geschädigte aber Bilder im Messenger an sich selbst schicken, über die sie die Kontrolle verloren haben. Zuvor müssen sie sich Online für die Teilnahme an dem Pilotprojekt anmelden. (Naked Security)

Die Software erkennt dann anhand der Beschaffenheit des Bildes jeden weiteren Upload und blockiert ihn sofort. Von jedem verbotenen Bild wird ein "hash" gespeichert, eine Art Bilder-DNA. Auf die hash-Datenbank greifen auch Twitter und Google zu.

Das hat den Nachteil, dass Opfer erst selbst aktiv werden müssen, verhindert aber dafür, dass irgendein Arschloch-Ex ein einmal gesperrtes Foto jemals wieder missbrauchen kann.


Fühlen

Das dritte Geschlecht wird kommen! Was das für Intersexuelle bedeutet

08.11.2017, 11:37 · Aktualisiert: 08.11.2017, 13:08

Das Bundesverfassungsgericht fordert ein neues Gesetz.

Bisher werden Deutsche nach der Geburt entweder als "weiblich" oder "männlich" definiert – oder als gar nichts. Für Intersexuelle, die kein klar definiertes Geschlecht haben, gibt es keinen eigenen Begriff. Das könnte sich nun nach einem grundlegenden Urteil des Bundesverfassungsgerichts ändern.