Bild: Getty Images/VCG/VCG

28.12.2017, 14:07 · Aktualisiert: 28.12.2017, 14:08

In Guangzhou können WeChat-Nutzer die App als staatlich anerkannten Pass verwenden. Möglich ist das durch die Verknüpfung von Gesichtserkennung mit der Chat-Anwendung. Doch die Neuerung birgt auch viele Risiken.

So geht die Funktion

Derzeit wird die Funktion in Nasha, einem Bezirk von Guangzhou, freigeschaltet. Das ist nur der Anfang: Im Januar 2018 soll die Funktion in ganz China verfügbar sein. Der Freischaltungsprozess benötigt nicht mehr als den Scan des eigenen Gesichts.

Über die Gesichtserkennung der App werden dann eingeschränkte Funktionen des digitalen Ausweises freigeschaltet, wie die Financial Times berichtet. Damit ist zum Beispiel die Registrierung in einem Internet-Café möglich.

Um die volle Funktionalität des Personalausweises freizuschalten, müssen sich Nutzer in ein Amt in der Stadt begeben, wo der physische Ausweis vor der Freischaltung des digitalen Passes gescannt wird. Anschließend ist es mit dem WeChat-Ausweis unter anderem möglich, eine Firma zu gründen.

Dieser Artikel ist zuerst bei WIRED Germany erschienen. Noch mehr spannende Geschichten im aktuellen Heft.

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Warum das Feature gefährlich ist

Dieser digitale Ausweis ist vor allem aufgrund der engen Verknüpfung zwischen WeChat-Inhaber Tencent und der Kommunistischen Partei Chinas als bedenklich anzusehen. Letztere ist verantwortlich für die strenge Überwachung und Zensur des Internets.

WeChat seinerseits zensiert politisch sensible Nachrichten und teilt auf Nachfrage die Identität von Nutzern mit der Polizei, wie die FT berichtet. In China wird der Personalausweis für eine Vielzahl von Aktivitäten benötigt, vom Hotel-Check-In über Zugreservierungen bis hin zum Zugriff auf Sozialprogramme. Mit der digitalen Verknüpfung steigt somit auch die Zahl der gesammelten persönlichen Daten.

WeChat hat fast eine Milliarde aktive Nutzer

Bereits 2013 führte WeChat, ein Dienst, der 963 Millionen monatlich aktive Nutzer hat, die Klarnamen-Pflicht bei der Anmeldung ein. Alle Accounts sind an eine Mobilfunknummer gebunden.

Tencent ist allerdings nicht das erste Unternehmen, das eine solche Ausweisfunktion ausrollt: Schon im letzten Jahr testete Alipay, ein Tochterunternehmen von Alibaba, ein eigenes digitales Ausweissystem in Wuhan. Diese digitalen Ausweise sollen laut der Initiatoren in erster Linie das Leben der Bürger vereinfachen.

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