23.12.2017, 16:36 · Aktualisiert: 24.12.2017, 10:03

Es ging immer weiter hoch, hoch, hoch – und dann plötzlich steil bergab.

Seit Monaten übertrifft der Bitcoin-Kurs immer wieder eigene Rekorde (bento). Innerhalb des vergangenen Jahre stieg er um etwa 1700 Prozent – von rund 1000 Dollar pro Bitcoin auf zuletzt mehr als 20.000 Dollar am vergangenen Sonntag. Doch kurz vor Weihnachten brach der Kurs einmal mehr dramatisch ein.

Daten: coinmarketcap

Daten: coinmarketcap

Finanzbranche warnt vor Totalverlust

Während Bitcoin-Anhänger anführen, dass der Kurs oft schwankt und fast jedes Quartal einen Sprung nach unten macht, sind die Warnungen Außenstehender deutlicher.

Denn Finanzexperten sehen in den extremen Kursschwankungen ein großes Risiko. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde warnt: "Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes", sagte ihr Chef, Felix Hufeld. (SPIEGEL ONLINE)

Der Chef der Bundesbank hatte vor kurzem sogar gesagt, Bitcoin dürfte eigentlich gar nicht als "Digitalwährung" bezeichnet werden, denn das klinge nach echtem Geld und damit verbundener Stabilität.

In den vergangenen Monaten sind viele Menschen in das Geschäft mit den Kryptowährungen eingestiegen, die vorher nichts damit zu tun hatten.

Der Grund: Hoffnung auf das große Geld durch den Hype.

Durch die große Nachfrage nach den limitiert vorhandenen Bitcoins schoss der Preis spektakulär in die Höhe.

Platzt gerade die Bitcoin-Blase?

Der wichtigste Grund für den Kurssturz sind wohl Gewinnmitnahmen kurz vor dem Jahresende. Wenn viele Bitcoin-Besitzer auf einmal verkaufen, noch dazu große Summen, sinkt der Kurs schnell. Denn bisher werden jeden Tag einfach noch nicht so große Summen gehandelt.

Außerdem musste die südkoreanische Bitcoin-Plattform "Youbit" nach einem Hackerangriff gerade den Betrieb einstellen. Und in Dänemark warnte der Zentralbankchef vor Bitcoin. Solche Vorfälle bringen den Kurs immer wieder heftig ins Schwanken.

Das verschreckt nun die neuen Anleger. Eine Abwärtsspirale muss trotzdem nicht einsetzen: Wirtschaftsinformatiker Gilbert Fridgen von der Universität Bayreuth hält es für denkbar, dass der Kurs wieder auf alte Höhen ansteige.

Nur sei das eben nicht berechenbar, weil hinter Bitcoin keine Staaten oder Volkswirtschaften stecken, die auf den Kurs Einfluss nehmen könnten. (SPIEGEL ONLINE)

Immerhin: Der Bitcoin-Kurs hat sich seit dem Absturz aktuell wieder ein wenig gefangen. Nach einem Tief von 11.000 Dollar steht er bei 14.000 Dollar.


Musik

Einfach nur eine Stunde alte Songs für Weihnachten ganz ohne Kitsch

23.12.2017, 15:23 · Aktualisiert: 23.12.2017, 15:33

Die Playlist von Nils Frahm

Für weihnachtliche Stimmung ganz ohne Jingle Bells und anderen Nervkram: Nils Frahm hat zusammen mit Torsten Posselt einen Weihnachtsmusikmix mit alten Songs auf Mixcloud veröffentlich. 

Den Stücken von Billie Holiday, Johnny Hodges, Tadeo Orchestra oder Nina Simone hört man ihre analoge Herkunft an: Das Vinyl knackt, der Ton ist warm und weich. Als würde man am Kaminfeuer setzen.