Bild: Screenshot bento

03.01.2018, 11:00

Spiele-Apps gehören zu den beliebtesten Anwendungen, die sich Nutzer aufs Smartphone laden. Das wissen auch Unternehmen und machen sich das zunutze. Denn wie die "New York Times" herausgefunden hat, wird in knapp 250 Spiele-Apps, die im Google Play Store stehen, eine Software verwendet, die es ermöglicht, die Nutzer zu belauschen. Um so Geld mit den Daten zu verdienen.

Hier kannst du die entsprechenden Apps im Play Store einsehen.

Entwickelt wurde die Abhörsoftware von einem kleinen Start-up aus den USA, das Alphonso heißt. Alphonso greift dabei auf das Mikrofon der Nutzer zurück, um zum Beispiel herauszufinden, welche TV-Werbung gerade im Hintergrund läuft. Private Gespräche sollen nicht das Ziel sein, sagt das Start-up gegenüber der "New York Times". Nutzer sollen so auf ihren Smartphones passgenaue Werbung zugespielt bekommen.

Möglich ist das, weil der Nutzer zuvor zugestimmt hat, dass die App auf das Mikrofon des Smartphones zugreifen darf. Insgesamt konnte in über 1000 Apps im Google Play Store, aber auch im Apple Store die Software nachgewiesen werden.

Wie kann ich mich gegen den Lauschangriff wehren?

Es ist jederzeit möglich, sich dem Abhören zu entziehen.

  1. Entweder, indem man beim Herunterladen erst gar nicht zustimmt, dass das Mikrofon verwendet werden darf – die Apps können im Regelfall auch so genutzt werden.
  2. Oder aber, in dem man nachträglich die Berechtigung rückgängig macht.

Gerechtigkeit

Polen stellt jetzt Sexualstraftäter mit Foto und Anschrift an den Pranger

03.01.2018, 08:30 · Aktualisiert: 03.01.2018, 08:30

Polens Regierung bleibt weiter auf seinem harten Kurs. Und hat nun eine Online-Datenbank für Sexualstraftäter eingeführt. Die Datenbank wurde auf der Internetseite des polnischen Justizministeriums veröffentlicht und zeigt Straftäter mit Namen, Anschrift und Foto.

Es gibt zwei Versionen:

  1. Eine Datenbank mit rund 800 verurteilten Sexualstraftätern ist öffentlich zugänglich.
  2. Eine zweite Datenbank mit rund 2600 Sexualtätern ist nur für bestimmte Behörden einsehbar.