16.12.2017, 14:39 · Aktualisiert: 16.12.2017, 14:39

Die Jahresendzeit ist immer auch eine Zeit des persönlichen Rückblicks. Was habe ich erreicht? Wie ist es mir ergangen? Wo lagen meine Erfolge? Und um es mit der Bewerbungsgespräch-Gruselfrage zu sagen:

Bin ich heute da, wo ich mich vor fünf Jahren sehen wollte?

Auf Twitter kramt ein Nutzer genau diese Frage hervor, oder genauer: die Antworten anderer Twitter-Nutzer, die sie im Jahr 2012 gegeben haben. Nun erinnert er sie daran, was sie erreichen wollten. Es ist Trolling auf seiner schönsten Ebene.

Es geht um Brady Maurer aka @zipoffs. Er sucht sich alte Tweets, die die Formulierung "in 5 Jahren" in sich tragen. Dann schickt er die Screenshots an die Nutzer.

Ganz schön viel Arbeit, alle an ihre Vorsätze zu erinnern! Er selbst sagt in einem ersten Tweet dazu:

Es ist kein einfacher Job, aber einer muss ihn machen.

Der Tweet bekam in den vergangenen drei Tagen bereits knapp 30.000 Retweets und etwa 70.000 Likes. Er bringt Leute offenbar dazu, selbst über das nachzudenken, was sie mal wollten oder was sie sich wünschten.

Die Screenshots sind ein kleines digitales Zeitzeugnis, und eine Reise zu sich selbst.

Das sind die besten Erinnerungen, die Brady entdeckt hat:

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Ein bisschen gruselig sind die Twets von Brady schon – immerhin schleicht sich ein komplett Fremder in die Erinnerungen anderer Menschen. Andererseits haben alle ihre Tweets öffentlich geteilt. Und um allzu ernste Lebensziele ging es selten.

Mindestens in einem Fall konnte Brady tatsächlich helfen. Die Frau, die ihre Uni-Kredite angehen wollte, hatte das tatsächlich noch nicht gemacht. Bradys Erinnerung feierte sie nun als "gutes Karma":


Fühlen

Eine Fotografin möchte Eltern von gestorbenen Babys helfen – die Reaktionen sind überwältigend

16.12.2017, 13:52 · Aktualisiert: 17.12.2017, 10:04

Die Zeit, in der man ein Kind erwartet, sollte eigentlich wunderschön und aufregend sein. Doch was, wenn man auf einmal erfährt, dass der kleine Mensch im Bauch es nicht schaffen wird? Dass er nicht die Kraft hat, auf die Welt zu kommen oder kurz danach den Kampf verlieren wird? 

Welche Gefühle Eltern in diesem Moment durchlaufen müssen, kann man sich kaum vorstellen. 

Auf diesem schweren Weg ist jede kleine Hilfe ein Segen. Das weiß auch Jasmin Schreiber. Sie ist ehrenamtliche Sternenkind-Fotografin. Das heißt, sie hält mit ihrer Kamera die einzigen Momente fest, die die Eltern mit ihrem Kind haben werden. Im Krankenhaus, kurz nachdem das Kind den Mutterleib verlassen hat.