Bild: Paramount Pictures

Future

Was das Problem mit Sex im Weltraum ist

02.08.2016, 15:51 · Aktualisiert: 15.08.2017, 13:56

Und warum sich die Nasa überhaupt für Sex im Weltraum interessiert.

Mehr als 500 Menschen waren bereits im Weltall (Nasa). Viele von ihnen dürften sich dort oben näher gekommen sein – zunächst räumlich. Entweder auf der internationalen Raumstationen MIR, die von 1986 an für 15 Jahre um die Erde kreiste, oder auf der Nachfolgerin ISS, die seit Ende der 1990er im Orbit schwebt.

Ob Astronauten sich aber auch sonst näher kommen, ist kaum bekannt. Aber selbst wenn:

Wie funktioniert Sex im Weltall überhaupt?

Verboten ist der Akt schon mal nicht: Der Code of Conduct der ISS schreibt lediglich vor, dass kein Crew-Mitglied ein anderes bevorzugt behandeln soll. Mehr gibt es zu zwischenmenschlichen Regeln nicht.

Es gibt allerdings ein anderes Gesetz, das Sex im Weltall schwer machen – das der Schwerkraft. Das sind die drei größten Probleme:

1. Männer bekommen (fast) keinen hoch

Bei einer Erektion fließt Blut in den Penis. Durch die Schwerelosigkeit funktioniert der Blutfluss anders als gewöhnlich, anstatt abwärts schließt viel in den Kopf, weiß der Astronom John Millis (about.com). Einen Ständer zu bekommen, wird also sehr viel schwieriger. Auch bei Astronautinnen gelangt weniger Blut in die Vagina.

2. Frauen werden nicht richtig feucht

Also schon feucht – aber sehr viel konzentrierter. Flüssigkeiten sammeln sich in der Schwerelosigkeit am Punkt ihres Entstehens. Oder blubbern als Kugeln fröhlich durch die Gegend.

(Bild: Canadian Space Agency)

Ebenfalls unerfreulich: Schweiß bleibt am Körper kleben, anstatt abzutropfen.

3. Stellungen sind so gut wie unmöglich

Schon wieder Schwerelosigkeit: Wenn keiner auf dem anderen liegen, reiten, sitzen kann, wird Sex echt schwer. Was also zunächst wie ein schwebender Traum für Kamasutra-Jünger klingt, ist in Wirklichkeit kaum realisierbar. Außer man steht auf Bondage. Experte Millis:

In a micro-gravity environment the slightest push or pull will send an object hurtling across the craft. This makes activities where two individuals are actively engaged physically quite difficult.

Zu all diesen Problemen kommt noch hinzu: Die Weltraumtoilette ist der einzige Ort wirklicher Privatsphäre. Und kein Musterbeispiel von Erotik:

Was die Nasa unternimmt, um Weltraumsex zu ermöglichen

Offiziell hatte bislang kein Weltraumreisender Sex. “I was an astronaut for 21 years and I know of absolutely no instance on any spaceflight”, sagt der ehemalige Kommandant Chris Hadfield (Fusion).

Aber auch wenn bei der Nasa viel geschwiegen wird, Sex im Weltall ist bei den Forschern der Weltraumbehörde ein Thema. Bereits 2009 wurde ein Zwei-Personen-Anzug vorgestellt, in dem sich ein Paar via Klettverschluss verknoten kann (Wired). Das sah dann so aus:

Außerdem wirbt die Nasa selbst mit neuen Postern im Retrolook für viel Romantik im Weltall:

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Warum müssen Menschen überhaupt Sex im Weltall haben?

Müssen sie momentan natürlich nicht, die Missionen in der ISS dauern selten länger als ein Jahr. Allerdings schaut die Menschheit längst nicht mehr in den Erdorbit – sondern schon einige Hundert Kilometer darüber hinaus. Bis zum Jahr 2030 sollen Menschen zum Nachbarplaneten Mars reisen (bento).

Da schon die Hinreise mehr als 200 Tage dauern wird (space.com), könnten Astronauten vielleicht für immer dort bleiben. Das wäre auch das langfristige Ziel: Den Mars bewohnbar machen. Spätestens dann müssten Forscher wissen, wie das geht, im Weltraum Sex haben. Und noch wichtiger: Wie es sich anfühlt, im Weltall schwanger zu sein.

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