Bild: Princeton University

Future

Professor an Elite-Uni veröffentlicht seinen Lebenslauf der Misserfolge

04.05.2016, 09:17 · Aktualisiert: 05.05.2016, 10:08

Johannes Haushofer ist 36 Jahre alt – und schon Assistant Professor für Psychology und Public Affairs an der Elite-Universität Princeton. Vorher hat er in Oxford, Harvard sowie in Zürich studiert. Sein Lebenslauf ist sieben Seiten lang und kann ziemlich einschüchternd wirken. Was gelingt diesem Mann eigentlich nicht?

Nun: eine ganze Menge. Schließlich zeigt der Lebenslauf nur die Erfolge. So gradlinig, wie es auf den ersten Blick scheint, war Johannes Haushofers Weg zum Princeton-Professor nämlich nicht. Um eine Freundin aufzuheitern, die gerade eine Stelle an einer Uni nicht bekommen hatte, hat er deswegen seine Misserfolge in Lebenslauf-Form notiert.

Johannes Haushofers Leben besteht in dem "CV of failures" aus Doktoranden-Programmen, für die er sich erfolglos beworben hatte. Aus wissenschaftlichen Arbeiten, die von Fachzeitschriften abgelehnt wurden. Aus Stipendien, die an jemanden anders gingen.

This darn CV of Failures has received way more attention than my entire body of academic work​.
Johannes Haushofer

Der Freundin, der er seinen neuen Lebenslauf geschickt hatte, schien das zu helfen, erzählt er in einem Interview. Fünf Jahre vergingen, und als jetzt wieder eine Freundin von ihm karrieregeknickt war, schickte er ihr nicht nur eine aktualisierte Version seines Misserfolgs-Lebenslaufs, sondern stellte das Dokument online: auf Facebook, Twitter und auf seine Princeton-Website.

Die Idee des Misserfolgs-Lebenslaufs ist nicht ganz neu. In der Fachzeitschrift "Nature" hatte Melanie Stefan bereits vor Jahren überlegt, wie hilfreich solche Dokumente des vorläufigen Scheiterns sein könnten – schließlich sei gerade in der Wissenschaft nur der Erfolg öffentlich sichtbar.

Einige weitere Misserfolgs-Lebensläufe gibt es bereits. Jetzt werden es mehr, auf Twitter gesammelt unter dem Hashtag #cvoffailures::

Einen Nachteil hat der alternative Lebenslauf allerdings doch für Johannes Haushofer – auch wenn er es offenbar sportlich nimmt:


Today

Trump gewinnt, Cruz gibt auf und ein Ballon gerät in Schieflage: die Morgen-News

04.05.2016, 08:20

Jetzt sind es nur noch zwei

Nun ist es quasi beschlossene Sache, dass Donald Trump als Präsidentschaftskandidat der Republikaner antreten wird. Sein bislang schärfster Konkurrent, Ted Cruz, ist aus dem Wahlkampf ausgestiegen, nachdem er bei der Abstimmung in Indiana Trump deutlich unterlag.

John Kasich ist der letzte verbliebene Konkurrent von Trump. Er ist aber weit abgeschlagen: 1237 Delegierte braucht der künftige Kandidat der Republikaner auf dem Parteitag im Juli. Noch laufen die Vorwahlen – aber Kasisch steht mit seinen 153 Delegierten gegen Trumps 1007 Delegierte auf verlorenem Posten.

Für Trump war der Erfolg in Indiana eine Genugtuung: "Wir waren 17 Egos in diesem Rennen...Jetzt gibt es noch ein Ego. Oder ist da noch wer?" SPIEGEL ONLINE