Bild: Sebastian Gollnow/dpa

25.06.2018, 15:06 · Aktualisiert: 25.06.2018, 15:27

Wir haben mal nachgefragt.

Solltest du dich bei der Deutschen Bahn für eine Ausbildung bewerben wollen, geht das in Zukunft ganz schnell: Lebenslauf und Zeugnisse hochladen, fertig! Denn die Bahn schafft die Anschreiben ab. (bento)

Aber wie aussagekräftig sind schon ein paar Schulnoten?

Wir haben bei der Bahn nachgefragt, warum sie das tun. Matthias Waha ist Sprecher bei der Bahn – und hat für Bewerber einen wichtigen Tipp.

bento: Ein Lebenslauf kann Lücken haben, die Noten können nicht die besten sein – mit einem Anschreiben kann man da oft viel rausholen. Warum schaffen Sie es trotzdem ab?

Matthias Waha: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass selbst gut geschriebene Bewerbungstexte oft nicht sehr aussagekräftig waren. Viele Schülerinnen und Schüler ohne Berufserfahrung holen sich für das Anschreiben Hilfe von den Eltern oder googeln eine Vorlage. Wir setzen dann lieber auf das persönliche Gespräch, da erkennt man die Motivation am besten – und die ist meist ausschlaggebend dafür, ob man den Job am Ende bekommt."

So lustig kann des in der Bahn sein. Die witzigsten Ansagen:

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Aber vielleicht wird der Bewerber ja erst gar nicht zum Gespräch eingeladen. Was ist wenn er Lücken oder schlechte Noten im Lebenslauf erklären möchte?

"Es wird sicherlich trotzdem irgendwo ein Textfeld auftauchen, wenn es Bedarf geben sollte, etwas Wichtiges loszuwerden.

Und zu den Lücken im Lebenslauf: Gerade bei Azubis sind wir dafür verantwortlich, ihnen alles beizubringen, was für den Job wichtig ist – es geht nicht darum, dass sie schon vorher ganz viele Qualifikationen mitbringen. Auch Quereinsteiger sind willkommen."

Bewerben soll Spaß machen – und den hat man beim Verfassen eines Anschreibens ja oft nicht.
Matthias Waha

Ist es schwierig, passende Bewerber zu finden?

"Der Personalmarkt ist hart umkämpft. In den kommenden zehn bis zwölf Jahren wird die Hälfte unserer Belegschaft – etwa 100.000 Angestellte – in Rente gehen. Bei uns zeigt sich der demographische Wandel schon deutlich. Dieses Jahr wollen wir 19.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen, darunter 3600 Auszubildende.

Wir wollen den Bewerbungsprozess dabei so attraktiv wie möglich gestalten, um die besten Bewerberinnen und Bewerber zu bekommen. Kein Anschreiben mehr einzufordern, ist ein Baustein dafür. Bewerben soll Spaß machen – und den hat man beim Verfassen eines Anschreibens ja oft nicht."

Wenn es auf das Anschreiben nicht mehr ankommt, welche Tipps haben Sie dann für den Lebenslauf?

"Das ist schwer zu pauschalisieren – wir suchen Servicekräfte bis hin zu IT-Technikern. Aber eines gilt für alle: Man sollte sich die Stellenausschreibung ganz genau angucken. Und die Anforderungen sollten sich dann auch im Lebenslauf wiederfinden lassen."

Wann genau ist es jetzt soweit?

"Frühestens zum Herbst stellen wir das System um. Je nachdem wie es läuft, überlegen wir, das Anschreiben auch für andere Bewerber abzuschaffen. Für welche wissen wir aber noch nicht."

Und was sagst du?


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