Future

Nach Bitcoin: Diese Digitalwährung könnte der nächste große Hype werden

29.11.2017, 12:17

Sie hat einen entscheidenden Vorteil.

Das Schwimmen im Geld gefüllten Swimming-Pool könnte für Dagobert Duck bald nicht mehr möglich sein. Denn immer mehr Menschen setzen auf Geld, das man nicht anfassen kann: nämlich Kryptowährungen wie Bitcoin. Erst in der Nacht zum Mittwoch hat Bitcoin die 10.000-Dollar-Marke geknackt (bento).

Finanzexperten warnen davor, dass der Hype um Bitcoin bald vorbei ist – und der Kurs einbricht. Viele ziehen daher weiter – zu Iota. Konzerne wie Cisco Systems Inc, Volkswagen AG und Samsung Group investieren bereits in Iota, der Kurs stieg von Anfang November 30 Cent auf aktuell 1,45 Dollar (New York Times).

Was ist Iota?

2014 in Berlin gegründet, ist sie die Währung des Internet of Things. Das "Internet of Things" ist eine Art Vision: Es soll weltweit Gegenstände miteinander vernetzen und dem Menschen unter die Arme greifen. So macht das Auto auf dem Heimweg Zuhause schon mal die Heizung an. Oder der Kühlschrank bestellt selbständiges neues Bier.

Wenn es dabei um Bezahlungen geht, kommt Iota ins Spiel. Diese virtuellen Taler sollen die Bezahlwege zwischen den vernetzten Maschinen vereinfachen. Die Idee ist die, das autonome Maschinen sich selbstständig bezahlen können. Selbst wenn es sich um sogenannte Mikrobeträge handelt.

  • Daher vielleicht auch der Name: Iota kommt aus dem Griechischen und bedeutet "kleinster Buchstabe".

Warum sollte Iota Bitcoins & Co. den Rang ablaufen?

Kryptowährungen bewegen sich in einer Datenbank-Struktur, der sogenannten Blockchain. Hier wird jede Tranksaktion verzeichnet: Block für Block bauen die Transaktionen aufeinander auf. Dabei kommt es innerhalb dieses Systems immer wieder zu Problemen. Unter anderem in Sachen Zeit. Denn der Blockchain für Bitcoins wird zum Beispiel nur alle zehn Minuten aktualisiert. Wer also eine Transaktion vornimmt, der muss in der Regel warten.

Iota bricht aus diesem System aus – dort wird keine Blockchain verwendet. "IOTA ist revolutionär, weil ein Weg gefunden wurde, um einen Zahlungsweg zu entwickeln, der sehr geringe Transaktionskosten aufweist und eine nahezu unendliche Skalierbarkeit besitzt", sagt der Finanzforscher Fred Steinmetz von der Uni Hamburg.

  • Soll heißen: Iota besitzt im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum einen klaren Vorteil.

Bei Blockchains verlaufe alles wie in einer Einbahnstraße. Iota bewege sich allerdings auf einer mehrspurigen Autobahn – hier laufen Transaktionen also wesentlich schneller ab, sagt Steinmetz.

Wie kann ich mit Iota handeln?

Wer jetzt denkt, er könne direkt ins das Iota-Geschäft einsteigen, der wird enttäuscht. Denn: Nur Besitzer von Bitcoins können Iota erwerben. Der Weg zur neuen Währung führt also nur über die die alte. Um mit Digitalwährungen zu handeln, muss man sich auf einer Kryptowährungsbörse wie bitfinex.com anmelden.

Das Hoch für Bitcoins kann so den Iota-Kurs mitbestimmen. Denn wenn Leute Bitcoins kaufen, können sie fast direkt in den Iota-Handel einsteigen. Als Bitcoin in den vergangenen Tagen stark anstieg, kletterte auch Iota nach oben.

Trotzdem, der Handel mit Kryptowährung ist nichts für Anfänger: "Investments in Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden und eine vorherige, intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ist empfehlenswert", sagt Finanzforscher Steinmetz.

  • Im Klartext: Wer bei den Währungen noch nicht durchblickt, sollte die Finger davon lassen.

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