Food

So verschwendest du weniger Lebensmittel

03.05.2017, 15:33 · Aktualisiert: 03.05.2017, 18:04

Die Banane ist braun, die Milch sauer und das Brot steinhart – oft genug landen Lebensmittel im Müll. Die Umweltorganisation WWF hat nachgerechnet: Allein in Deutschland sollen es rund 18 Millionen Tonnen pro Jahr sein (bento). Das ist zu viel! Dabei können wir schon im Alltag mit Kleinigkeiten dabei helfen, weniger Essen wegzuschmeißen.

Wir haben fünf Tipps für euch:

1.  Traue deiner Nase, nicht dem Haltbarkeitsdatum.

Wenn der Schimmel flauschig auf dem Frischkäse wächst, sollte man ihn wegschmeißen. Nicht aber, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Denn das gibt an, wie der Name schon sagt, bis wann etwas mindestens haltbar ist. In den allermeisten Fällen können wir Lebensmittel weitaus länger essen. Hier solltest du deiner Nase und deinen Augen vertrauen.

Auch das richtige Lagern ist wichtig und wirkt sich auf die Haltbarkeit von Lebensmitteln aus: Kartoffeln und Zwiebeln haben es gern dunkel und nicht zu kalt, aber Tomaten sind kälteempfindlich. 

Teste in unserem Quiz, wie viel du über die Haltbarkeit von Lebensmitteln weißt:

2. Man kann Lebensmittel auch haltbar machen.

Die Äpfel sind schon mehlig und schrumplig? Dann schäl' sie, wirf sie in einen Kochtopf, mach Apfelmus draus und füll ihn ab. Das geht natürlich mit allen möglichen Obstsorten. Du kannst auch Zucker hinzufügen und Marmelade machen.

Du hast zu viel Bolognese gekocht oder kannst das Brot nicht so schnell aufessen, wie es vertrocknet? Frier' alles ein! Das schmeckt auch Monate später noch und rettet dich womöglich, wenn du an einem verkaterten Sonntag vor einem leeren Kühlschrank stehst. 

Lebensmittel, die du gut einfrieren kannst, sind beispielsweise:

  • Brot
  • gekochte Soßen oder Gerichte
  • rohes Fleisch
  • Sogar Eier kann man einfrieren. Aber: vorher aufschlagen, sonst platzt die Schale.

Lebensmittel, die sich nicht zum Einfrieren eignen:

  • alles mit hohem Wassergehalt, wie die meisten Obst- und Gemüsesorten, auch Salat – sie werden dadurch eher matschig
  • Schnittkäse – trocknet aus und wird bröckelig. Lieber im ganzen Stück einfrieren!

Du hast Gemüse gekauft, kommst aber nicht dazu, es auch zu kochen? Leg' es ein! Möhren, Zwiebeln, Zucchini – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann Gemüse salzig oder sauer einlegen, Obst in Alkohol, alles ist erlaubt. Inspiration gibt's zum Beispiel hier.

Zum Weiterlesen:

3. Teile dein übrig gebliebenes Essen mit anderen.

Es gibt auch Apps und Internetseiten, mit denen Supermärkte, Restaurants und Verbraucher übrig gebliebene Lebensmittel günstig abgeben oder verschenken können.

FoodsharingWer Lebensmittel übrig hat, kann sie hier in virtuellen Essenskörben anbieten oder zu teilnehmenden Bäckereien und Kiosks bringen. Und wer auf der Suche nach Milch, Zucker oder Äpfeln ist, kann die echten Essenskörbe abholen. 

Too Good To GoBäckereien, Cafés, Hotels oder Restaurants bieten übrig gebliebenes Essen für wenig Geld an. Hungrige können Angebote in ihrer Nähe finden und kurz vor Ladenschluss abholen.

MealSaverHier bieten vor allem Restaurants günstiger an, was am Ende des Tages übrig bleibt. 

FoodLoopÜber die App können Supermärkte ankündigen, welche Lebensmittel gerade günstiger sind, weil ihr Haltbarkeitsdatum bald abläuft.

Hier findet ihr mehr Infos zu den Apps:

4. Wie wäre es mit einer Resteessen-Party? 

Die Kartoffeln waren im Angebot, aber du kannst ja nicht zwei Wochen lang jeden Tag Kartoffeln essen. Oder du fährst bald in den Urlaub, aber dein Kühlschrank ist (halb)voll? Dann lade Freunde ein! Und weil jeder immer irgendwelche Reste zuhause hat, sollen sie die auch noch mitbringen. Werdet kreativ: Backt Pizza und belegt sie mit Apfelringen und Speck. Kocht Reis mit ganz viel Sch.... Und die Wein- und Schnapsreste von der letzten Party könnt ihr gleich mit auf den Tisch stellen.

5. Wer weniger einkauft, schmeißt auch weniger weg.

Das klingt jetzt einfacher gesagt, als getan, ist aber wohl die logischste Variante. Basics wie Nudeln, Reis und eingefrorenes Brot könnt ihr zum Beispiel immer zuhause haben. Frische Lebensmittel wie Gemüse, Obst oder Milchprodukte solltet ihr kaufen, wenn ihr sie braucht: Wenn ihr wisst, ihr wollt abends etwas kochen oder am nächsten Tag. 

Das bedeutet zwar, dass ihr öfter zum Supermarkt oder Gemüsehändler müsst, dafür tut ihr nicht nur etwas Gutes für die Umwelt, sondern auch für euren Geldbeutel: Wer weniger kauft und wegschmeißt, gibt auch weniger Geld aus.

Was können eigentlich deutsche Supermärkte tun?

Einige Länder sind da wesentlich weiter als wir. Dänemark ist beispielsweise europäischer Spitzenreiter im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. In fünf Jahren konnte das Land seine Essensabfälle um 25 Prozent senken. Hier erfährst du, wie die Dänen das geschafft haben. Auch Frankreich hat ganz konkrete Pläne, wie man die Abfälle reduzieren kann, mehr dazu hier. Wie wichtig das ist, zeigt diese Zahl: Jeder Supermarkt in der EU wirft 40 Kilo Essen in den Müll – jeden Abend.

In Deutschland sind Supermärkte nicht dazu verpflichtet, abgelaufene aber noch gute Ware zu spenden. Dabei würden 87 Prozent der Deutschen ein entsprechendes Gesetz befürworten – sogar für die gesamte EU (bento). Wer das Gesetz mit vorantreiben will, kann die Onlinepetition an die EUunterschreiben - oder Läden wie diesen hier unterstützen:


Gerechtigkeit

Bitte verbreitet NICHT weiter, dass dieser riesige Regenbogen ein LGBT-Symbol ist

03.05.2017, 14:58 · Aktualisiert: 03.05.2017, 19:14

Rechte Politiker in Kiew regen sich sonst auf.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew findet in diesem Jahr der Eurovision Song Contest statt. Und die Stadt bewirbt das Musikevent schon mal ganz besonders: mit einem gigantischen fast vollständigen Regenbogen. 

Das Bauwerk ist ein deutliches Augenzwinkern in Richtung LGBT-Community: Die Regenbogenflagge gilt als Symbol der Szene. 

Zugleich ist der bunte Bogen aber auch ein ausgestreckter Mittelfinger gen Russland – denn der ursprünglich betongraue Bogen symbolisierte früher die russisch-ukrainische Freundschaft.