Bild: Annika Eliane Krause

Food

Schluss mit ungesundem Halbwissen: So erkennst du gute (und wirklich schlechte!) Smoothies

13.04.2017, 18:02 · Aktualisiert: 14.04.2017, 11:21

Sie kosten oft mehr als ein Mittagessen in der Mensa und sind meist kleiner als ein Becher Kaffee: Smoothies. Seit Jahren pürieren immer mehr Menschen ihr Obst und Gemüse. Über das Ergebnis kursieren mindestens genauso viele Mythen wie Rezepte - doch welche Aussagen über Smoothies stimmen und welche sind Quatsch?

Bento beantwortet die wichtigsten Fragen - und gibt dir Tipps, wie du deinen Smoothie noch gesünder, einfacher und günstiger machen kannst: 

8 häufige Smoothie-Fragen - und die Antworten darauf:

Können Smoothies wirklich frisches Obst und Gemüse ersetzen?

Viele Hersteller versprechen, dass einer ihrer Smoothies "bereits die Hälfte" des täglichen Bedarfs an Obst und Gemüse abdeckt. Dabei beziehen sie sich meist auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die 400 Gramm Frisches am Tag empfiehlt - ein Wert, der auch in Entwicklungsländern erreichbar sein soll. 

In Deutschland rät die Gesellschaft für Ernährung jedoch, deutlich mehr Obst und Gemüse zu essen - pro Tag sollen es demnach mindestens 650 Gramm sein (DGE). Umgerechnet sind das meist fünf Portionen. Wer einen Smoothie trinkt, kann damit höchstens ein bis zwei Portionen ersetzen, weil bei der Produktion auch Nährstoffe verloren gehen. Das ist allerdings immer noch besser, als gar kein Obst oder Gemüse zu essen.

Sind Smoothies gesünder als Säfte?

Ja, sind sie. Smoothies sind vor allem besser als Säfte aus Konzentrat, weil sie durch das Fruchtfleisch mehr nützliche Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe enthalten. Wichtig ist, dass die Zutaten möglichst frisch sind und vollständig verarbeitet wurden. Das ist nicht selbstverständlich: Der Begriff Smoothie ist rechtlich nicht geschützt. Die Getränke aus dem Supermarkt bestehen deshalb oft aus Obstsaft und enthalten nur ein paar färbende grüne Blätter. Ein genauer Blick aufs Etikett lohnt sich.

Wenn's schnell gehen muss: So erkennst du gute Smoothies im Supermarkt:

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Sind grüne Smoothies gesünder als rote oder gelbe?

Vor allem grüne Smoothies gelten als Wundercocktail aus Obst und Gemüse. Dabei enthalten sie oft nur wenige grüne Blätter oder sogar nur färbende Konzentrate aus Matcha-Tee oder Algen. Für eine ausgewogene Ernährung spielt die Farbe ohnehin keine Rolle. "Wissenschaftlich gibt es keine Belege dafür, dass grünes Gemüse gesünder wäre. Chlorophyl ist ein Pflanzenfarbstoff, das ist alles", sagt der Ernährungswissenschaftler Bernhard Watzl vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel.

Enthalten Smoothies viel zu viel Zucker und machen dick?

Es stimmt schon, in Smoothies steckt eine Menge Zucker - zum Teil sogar mehr als in Cola. Wer gerne Smoothies trinkt, sollte sich deshalb auf ein bis zwei am Tag beschränken oder andere Snacks weglassen. Trotzdem ist es sogar möglich, mit Smoothies abzunehmen - vorausgesetzt, man hat davor gar kein Obst und Gemüse gegessen und trinkt sie, statt Torte zu essen oder ein Eis zu schlecken.

Grundregel: Püriertes Obst ist besser als gar kein Obst. Wichtig ist aber, das Obst und Gemüse auch unverarbeitet zu essen. Nur so macht es den Magen voll, kurbelt die Verdauung an und hält lange satt. Außerdem können grüne Smoothies beim Zuckersparen helfen, aber nur, wenn sie wirklich viel Gemüse und weniger Obst enthalten.

Sind fertige Smoothies ihren Preis wert?

Das kommt auf den Inhalt an. Wichtig ist vor allem, dass das Obst nicht nur als Saft zugesetzt wird und der Inhalt ohne Zusatzstoffe ist. Wer sparen will, kommt mit einem frischen Apfel oder einer Banane aber sicherlich günstiger ans Ziel. 

Stimmt es, dass man die Schale möglichst mitpürieren sollte?

Auf jeden Fall. Denn gerade die Schale enthält oft viele Nährstoffe. Auch für die Verdauung ist es besser, nicht nur Saft und Fruchtfleisch-Mus zu sich zu nehmen. Hardcore-Smoothie-Fans schwören außerdem darauf, die Kerne mitzupürieren - das ist allerdings eher ein Weg, um teure Spezialmixer zu rechtfertigen.

Tiefgefrorene Zutaten enthalten sogar oft mehr Vitamine als schlecht gelagertes Obst und Gemüse aus dem Frischeregal.

Kann ich auch tiefgefrorenes Obst und Gemüse nehmen?

Ja! Tiefgefrorene Zutaten enthalten sogar oft mehr Vitamine als schlecht gelagertes Obst und Gemüse aus dem Frischeregal. Außerdem lassen sich selbstgemachte Smoothies so leichter portionieren und unabhängig von der Saison herstellen. Die Zutaten müssen fürs Pürieren übrigens nicht extra aufgetaut werden. Wie bei allen Smoothies gilt aber: Nicht lange aufbewahren und auf Abwechslung bei den Obst- und Gemüsesorten achten.

Wie lange kann ich Smoothies aufbewahren?

Viele Inhaltsstoffe sind luft- und lichtempfindlich. Deshalb sollten die Smoothies möglichst frisch getrunken werden. Im Kühlschrank halten sie sich auch mal über Nacht oder für ein paar Stunden. Wer aber wirklich alle Vitamine mitnehmen möchte, sollte seine Smoothies möglichst frisch genießen.

lauraponts ist einer der besten Foodporn-Accounts auf Instagram. Seht selbst:

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5 Smoothie-Behauptungen im Mythen-Check:

Wer Blogs und Ratgeber zum Thema Smoothies liest, hat schnell das Gefühl, eine Menge falsch machen und sich im schlimmsten Fall auch noch vergiften zu können. Was ist Mythos, was Fakt? Wir haben die Aussagen gecheckt.

1. "Oxalsäure ist bei grünen Smoothies eine Gefahr."

Viele Foodblogger warnen davor, dass beim Pürieren von Spinat und anderem grünen Gemüse Oxalsäure freigesetzt werde, die dann zu Nierensteinen und Vergiftungen führe. Das ist Quatsch. Zum einen, weil Oxalsäure gar nicht direkt zu Nierensteinen führt. Zum anderen, weil die meisten grünen Gemüsesorten fast keine Oxalsäure enthalten.

2. "Nur mit einem Spezialmixer lassen sich alle gesunden Inhaltsstoffe nutzen."

Diese Behauptung taucht vor allem auf Smoothie-Blogs auf - die zufälligerweise oft auch noch gleich Mixer verkaufen. Dass sich normale Mixer nicht zur Smoothie-Herstellung eignen, ist aber ebenfalls Quatsch. Profimixer sind ausdauernder und pürieren feiner - am Inhalt ändern sie aber nichts, sagt Watzl: "Mit einem Mixer kann man viele Inhaltsstoffe freisetzen, die sonst verloren gehen würden - welchen Mixer man dabei nutzt, ist aber vollkommen egal."

Die absolute Gefahr ist, dass die Menschen im Durchschnitt nur 120 Gramm Gemüse am Tag essen - und nicht Oxalsäure.
Professor Bernhard Watzl

3. "Mit grünen Smoothies kann man sich vergiften."

Andere Ratgeber warnen davor, dass grünes Gemüse die häufigste Ursache für Lebensmittelvergiftungen sei. Auch das ist Unsinn. Die allermeisten Vergiftungen gehen auf Salmonellen und andere Bakterien zurück, die vor allem in tierischen Produkten wie rohem Hühnchenfleisch stecken. Vergiftungen durch Gemüse sind dagegen extrem selten.

4. "Die Algen Spirulina und Chorella enthalten viel Vitamin B12 und machen Smoothies besonders gesund."

Viele Veganer haben Angst, zu wenig Vitamin B12 zu sich zu nehmen. In der Form, die für Menschen verwertbar ist, kommt es vor allem in tierischen Produkten vor. Die Algen Spirulina und Chorella sollen eine extra große Portion B12 liefern und auch noch besonders gesund sein – leider stimmt beides nicht. Denn der menschliche Körper kann das in den Algen enthaltene Vitamin B12 praktisch nicht aufnehmen. Und für die angeblich besonders gesunden Effekte gibt es keinerlei seriöse Belege. Der einzig nachweisbare Effekt ist, dass ihr Farbstoff die Smoothies auf günstige Art und Weise grün macht.

Kein Mensch braucht Chia-Samen.
Professor Bernhard Watzl

5. "Nichts ist besser, als Chia-Samen mit zu pürieren."

Einige Hersteller werben damit, in ihren Smoothies nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch noch Chia-Samen zu verwenden. Das sogenannte Superfood steckt mittlerweile in fast allen Arten von Gerichten - auch wenn eigentlich keiner so richtig weiß, warum. Aus ernährungsphysiologischer Sicht sind die teuren Samen jedenfalls eher überflüssig.

Denn klassische Leinsamen oder Nüsse enthalten praktisch dieselben Inhaltsstoffe - sind aber deutlich billiger. Wer seinen Smoothie aufpeppen möchte, kann deshalb auch sie verwenden. Wichtig: Damit der Körper die Nährstoffe aufnehmen kann, sollten Samen und Nüsse vorab immer geschrotet, also grob zerkleinert werden.

Weißt du, wie viel Zuckerwürfel in deinem Essen steckt? Hier kannst du es testen:


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13.04.2017, 16:13

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