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Food

Was ist der Unterschied zwischen Clementinen und Mandarinen?

18.12.2017, 19:37 · Aktualisiert: 19.12.2017, 07:38

Okay, ihr habt euch das bestimmt auch schon mal gefragt: Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Clementinen und Mandarinen? Beide Früchte sind knallorange. Und sehen aus wie die kleinen Geschwister der Orange. Beide duften wunderbar zitrusartig. Das ist doch die gleiche Frucht? Jein. Mandarinen sind die Obergruppe und Clementinen gehören zu der Gruppe der Mandarinen. Genauer gesagt: Die Clementine ist wahrscheinlich eine Mischung aus der Mandarine und Blutorange. Und dennoch gibt es einige Unterschiede.

Und trotzdem ist es gar nicht so leicht, diese von außen festzumachen:

Ich könnte die große Gruppe der Mandarinen im Handel auch schlecht auseinanderhalten, ohne auf die Kennzeichnung zu schauen,

sagt selbst Gabriele Kaufmann. Sie arbeitet als Wissenschaftsredakteurin beim Bundeszentrum für Ernährung.

Wir haben sie gefragt: Wie kann man die Früchte denn nun unterscheiden?!

1. Herkunft

Mandarinen gibt es schon seit über 3000 Jahren. Ursprünglich stammt die Frucht vermutlich aus Nordostindien oder Südwestchina. Verbreitet hat sich jedoch von China aus – doch erst im 19. Jahrhundert kam die Mandarine in Europa an (Broschüre: "Exoten und Zitrusfrüchte").

Woher die Clementine stammt, ist hingegen unklar. Allerdings kommt sie meistens im Mittelmeerraum vor.

Antworten auf weitere drängende Fragen des Alltags gibt es hier:

Im Supermarkt gibt es zahlreiche Mandarinen-Sorten. Meist kann man meistens zwischen der "gewöhnlichen Mandarine" der Satsuma (Kreuzung aus Mandarine und Orange) und der Clementine wählen. Saison ist zwischen November und Februar.

2. Am leichtesten erkennt man, welche Frucht man vor sich hat, wenn man sie schält:

Denn die Mandarine lässt sich deutlich leichter pellen, das liegt daran, dass zwischen Frucht und Schale eine Art Luftpolster steckt. Die Schale der Clementine lässt sich hingegen etwas schwerer abziehen. Mandarinen haben in der Regel neun bis zehn Fruchtkammern, Clementinen hingegen acht bis zwölf. Die Mandarine ist abgeplattet, die Schale duftet aromatisch und die Schale ist dunkler.

Das hier ist also eine?! Yes! Mandarine! Also zumindest wenn sie Kerne enthält...

(Bild: Pixabay)

3. Wer keine Kerne ausspucken mag, greift am besten zur Clementine.

Die haben meist gar keine oder nur wenige Kerne. Mandarinen hingegen enthalten häufig Kerne. Dennoch: Da es natürliche Lebensmittel sind, kann es immer wieder Abweichungen geben. So ist die Mandarinensorte Satsuma zum Beispiel meist kernlos.

4. Beide sind gleich nahrhaft.

Beide sind was Kalorien, Vitamin-C-Gehalt angeht recht ähnlich. Wer wirklich eine Vitamin-Bombe essen will, isst besser: Kohl! Tatsächlich enthalten Grünkohl, Brokkoli und Rosenkohl ein vielfaches an Vitamin C. Das ist jedoch kein Kriterium für Gabriele Kaufmann: "Es ist grundsätzlich gesund, Obst und Gemüse zu essen, am besten möglichst abwechslungsreich.“

Einkaufstipps vom Bundeszentrum für Ernährung:

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5. Clementinen halten sich länger.

Die optimale Lagertemperatur liegt für Mandarinen zwischen 1 und 5 °C, das geht im Winter gut auf Balkon oder Terrasse (allerdings nur geschützt vor Regen, Wind und Frost). Früchte, die bei Zimmertemperatur gelagert werden, trocknen schneller aus. Zudem sind Mandarinen (wie alle Zitrusfrüchte) anfällig für Schimmelpilze – deshalb öfter kontrollieren, damit sich die Früchte nicht gegenseitig mit Schimmel befallen.

Ist aber eigentlich egal, denn die süßen Früchtchen bleiben eh nicht lange liegen:

(Bild: Pixabay/bento)

Von außen sind die Früchte also wirklich schwer auseinanderzuhalten. Am besten schaut man auf die genaue Kennzeichnung im Supermarkt. Und merkt sich einfach, welche Sorten einem persönlich am besten schmecken.


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