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Food

Küchengeräte für Menschen, die gern alles selber machen

15.02.2017, 16:00 · Aktualisiert: 07.04.2017, 12:15

Es gibt Leute, die bekommen gern alles fertig serviert. Wenn sie an der Supermarktkasse ihre Waren aufs Band legen, sieht das aus wie ein Stillleben namens "Des Menschen Faul- und Fettheit": Da häufen sich dann Fertigpizza, Fertiglasagne, Noodles zum Aufgießen, Currywurst aus dem Kühlregal, vorgeschälte Bananen (doch, das gibt es!), Tiramisu zum Löffeln, Backmischungen aus Mehl, Zucker und Backpulver, vorgekochte Kartoffeln…

So eine Ernährung ist nicht sonderlich gesund, und sie schmeckt auf Dauer auch nicht. Vor allem aber: Sie beraubt einen des unersetzlichen Vergnügens, sein eigenes Essen zuzubereiten. Bei aller Mühe, die das Kochen macht, kann es nämlich der schönste Teil an einer Mahlzeit sein: das komplizierte Einkaufen, das Ausprobieren von Rezepten, das Scheitern, das nicht mehr Scheitern, das Probieren, Servieren und Jubilieren.

(Bild: Giphy)

Für alle, denen wir das nicht erzählen müssen, weil sie es nämlich eh schon wissen, haben wir hier ein paar Küchenhelfer zusammengestellt, die das Selbermachen interessanter machen. (Und für alle, denen es in der Küche schon am Grundsätzlichsten fehlt, gibt es hier eine nützliche Liste.) Also, los geht's...

(Bild: Giphy)

Fangen wir beim Dessert an

Nichts altert so schnell und endgültig wie süßes Gebäck. Wer jetzt widerspricht, muss zur Strafe eine Waffel von gestern essen – der pappige, weiche Lappen wird ihn eines Besseren belehren!

Und wer frische Süßwaren will, macht sie am besten selbst. Das Doppel-Waffeleisen gehört hier zur Grundausstattung (denn Leute, die alleine Waffeln essen, trinken auch alleine Tequila). Echte Pâtissiers sind obendrein im Besitz einer ordentlichen Crêpespfanne (gespr.: Kräbbes-Pfanne), beziehungsweise eines elektrischen Crêpesmakers, falls der heimische Herd nicht groß genug ist.

Affiliate-Links. Was ist das?

Wir haben in diesem Text sogenannte Affiliate-Links gesetzt. Das heißt: Wenn jemand auf einen Link im Artikel klickt, und das Produkt in dem Online-Shop tatsächlich kauft, bekommen wir in manchen Fällen eine kleine Provision.

(Bild: Amazon)

Wer Süßkram suchtet, braucht aber mehr. Einen Cake-Pop Maker zum Beispiel, eine Eismaschine oder vielleicht auch zwei Eismaschinen. Und wer würde einen Filmabend bei Freunden machen, die weder eine stilechte Popcorn-Maschine, noch ein Zuckerwattegerät ihr Eigen nennen? So überraschend günstig, wie diese Dinge zu haben sind, ist das doch das Mindeste, was man verlangen kann.

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Wenn diese Freunde das nächste Mal bei dir sind, kannst du dich dann auch mit selbst-geflammenwerfertem Crème brûlée revanchieren – den passenden Bunsenbrenner gibt es hier.

"Auf die Hand" aus eigener Hand

Fast Food, heißt es, ist ungesund. Das liegt aber nicht unbedingt am Essen selbst, sondern oft daran, dass es billig und einfallslos hergestellt und dann schnell und gedankenlos gegessen wird. Das ist ja aber nicht Pflicht: Fast Food wird zum Beispiel viel besser, wenn du es selber machst.

Wer sein Hühnchen am liebsten ein paar hundert Mal gedreht mag, der sollte sich also einen Hähnchengrill mit Drehspieß besorgen. Auf dem (und diesem speziellen hier) lässt sich auch Döner grillen (obwohl wir momentan nicht sicher sind, wo man Miniatur-Dönerspieße herbekommt). Hotdogs kannst du dir im Hotdog-Maker selber machen, das Fleisch für deine Burger jagst du (natürlich!) durch deinen eigenen Fleischwolf und die Fritten kommen aus der fettarmen Heißluftfritteuse.

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Statt beim Italiener um die Ecke anzurufen, heizt du dir lieber deinen Pizzastein ein und belegst den Teig so dick mit Peperoni, wie das Restaurant es sich nie getraut hätte. Und für Sushi gilt das natürlich auch: Wer es (mithilfe dieses Reiskochers und dieses Sushi-Sets) selber macht, bestimmt auch, was reinkommt: Gummibärchen zum Beispiel, oder Sardellen, oder beides. Dazu original im Bambus Dampfkorb gegartes Gemüse, und du kannst die ganzen Werbe-Menüs an deiner Kühlschranktür in den Müll werfen.

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Jetzt ist aber Pasta!

Nudeln sind so eine Sache, die man in der Regel fertig kauft. Studenten kaufen sich Ravioli in der Dose (und essen sie dann aus der Dose). Noodles kommen direkt im Plastikbecher. Aber auch Menschen, die nicht so unglaublich beschäftigt sind wie Studenten, kaufen ihre Pasta getrocknet und ihre Asia-Nudeln in medium-appetitlichen Quadern.

Das muss ein Ende haben! Als erstes holt sich der Selbermacher darum einen ordentlichen Pastamaker für Spaghetti, Penne und sogar Lasagne ins Haus. Und wo er schon dabei ist, kauft er sich auch gleich einen Ravioli-Former, mit dem man – vertraut uns da – unendlich Spaß haben kann. Reisnudeln selber machen kann kein Mensch, aber fertige Reisnudeln wenigstens selbst zubereiten kann jeder, der einen guten Wok hat.

Und wenn man all diese Sorten Nudeln dann richtig gut drauf hat, kann man sich an die Königsklasse wagen: Spätzle! Für die braucht es natürlich eine ordentliche Spätzlepresse und einen sogenannten "Schaumlöffel", mit dem man die fertigen Nudeln aus dem heißen Wasser holt.

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Gesund im Mund

Selbermachen ist eh schon gesünder, weil man dazu tendiert, mit weniger Fett auszukommen und weniger hässliche Zusatzstoffe in die Soße zu rühren. Davon abgesehen kann man seinem Körper auch ganz gezielt was Gutes tun.

Wer zum Beispiel wissen will, was wirklich in seinem Brot drin ist, der muss den Teig selbst anrühren und dann in einen Brotbackautomaten kippen. Dann gibt’s seltsam vertikal ausgerichtete Backwaren mit allem drin, was du magst (Gummibären, Sardellen, du weißt schon). Das viele Obst und Gemüse, das du in dich reinstopfst, kannst du mit einem Smoothiemaker, Spiralschneider oder diesem Schneidegerät, das auf Amazon gehypt wird, in unterschiedlichste Formen bringen. Was übrig bleibt, packst du in Plastikboxen (auch speziell für Müsli) – mit denen ist alles "To Go".

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Jetzt bist du perfekt ausgestattet, um alles selber zu machen. In Restaurants essen kannst du natürlich immer noch. Da musst du dir ab jetzt aber immer von deinen Freunden anhören, dass du ja eigentlich viel, viel besser kochst. Du zuckst nur die Schultern…

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Gerechtigkeit

Krimkrise erklärt: Was die Eskalation zwischen Russland und den USA bedeutet

15.02.2017, 15:45

Bisher galt US-Präsident Donald Trump als Fan von Russland. Doch jetzt hat er den russischen Präsidenten Wladimir Putin herausgefordert – und eine Rückgabe Krim gefordert. Der Kreml in Moskau schloss das in einer Antwort umgehend aus.

Die Halbinsel gehört zur Ukraine, ist aber vor mehr als zwei Jahren von Russland annektiert worden. Mit Trumps Worten wird die Krimkrise nun wieder lebendig. Was bedeutet das für Europa?