Food

11 Fehler, die du in Restaurants immer wieder machst

14.05.2016, 15:55 · Aktualisiert: 08.06.2016, 14:49

1. Du bestellst etwas, auf das du keine Lust hast.

Eigentlich möchtest du Lamm essen, entscheidest dich dann aber doch für das Linsen-Curry. Eine ausgewogene Ernährung ist dir wichtig, Fleisch hattest du schon gestern. Später schielst du neidisch auf das Cassoulet deines Gegenübers, während du dir den halbgaren Linsenmatsch schönredest. Eine richtige Entscheidung fühlt sich anders an.

Das nächste Mal einfach bestellen, auf was du Bock hast. Und bitte nicht Kalorien zählen. Schließlich bist du gerade dabei, dir etwas zu gönnen.

2. Den Unterschied zwischen gegart, gegrillt und frittiert hast du noch immer nicht nachgeschlagen.

Wer sich auf knuspriges Hühnerfleisch freut und gedünstete Hühnerstreifen bekommt, wird sich ärgern. Gerade in Low-Budget-Restaurants ist anhand der Speisekarte oft nicht klar, wie das Essen zubereitet wird.

Wird es gegart (aufgrund der feuchten Garbedingungen werden keine Krusten gebildet), gegrillt (die Oberfläche wird geröstet), frittiert (wir wissen alle, wie das aussieht)? Am besten fragt man nicht nur nach, wie das Essen gewürzt wird – sondern auch, wie die Lebensmittel in letzter Instanz bearbeitet werden.

3. Du teilst dein Essen – obwohl du das gar nicht willst.

"Wenn du magst, könnten wir uns den Salat ja auch teilen?"

Nein, eigentlich möchtest du nicht. Oder?
Denn dein Hunger ist ganz sicher groß genug, um die Portion allein zu essen.

Außerdem: Wie soll man wissen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um den Teller an die anderen Personen weiterzureichen? Gerade bei losen Bekanntschaften kann Foodsharing ganz schnell nach hinten losgehen.

4. Du bist an der falschen Stelle geizig.

Beim Essen zu sparen, ist eine typisch deutsche Tugend. "Soll ich lieber die Hauptspeise für neun oder für zwölf Euro nehmen?"

Sich nur deshalb für eine Speise zu entscheiden, weil man zwei bis drei Euro sparen möchte, ist ein fauler Trick, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Schließlich ist man gerade essen – obwohl man hätte kochen können. Und hat demnach auch die finanziellen Mittel, um auswärts zu dinieren. Was uns zum nächsten Punkt bringt.

5. Du bestellst Speisen, die du ohne großen Aufwand auch hättest selbst kochen können.

Du machst die beste Bolognese der Welt und weißt, wo du die Dumplings im asiatischen Supermarkt findest? Glückwunsch, diese Skills bereichern deinen Alltag ungemein. Jetzt bloß nicht den Fehler machen und beim Essen mit Kollegen Bolo bestellen – sie wird deiner eigenen nicht gerecht werden. Schließlich hast du das Rezept nicht nur von Oma, sondern in jahrelangem Studentendasein bis aufs letzte Detail perfektioniert.

6. Du schämst dich dafür, die Reste mit nach Hause nehmen zu wollen.

Essen mitnehmen geht gar nicht? Naja: Es ist immer noch besser, als alles aufzuessen und später Bauchweh zu haben. Klassische Mitnehm-Speisen sind: Pizzen und üppige Grillplatten in griechischen Restaurants. Das schafft doch wirklich niemand!

Das Beste am Einpacken ist aber letztlich, dass weniger im Müll landet.

7. Aus Angst, nicht satt zu werden, bestellst du zu viel.

Angenommen, ihr geht zu fünft Essen. Wenn jeder eine Hauptspeise und eine Vorspeise bestellt, könnt ihr eurer Mitbewohnerin spätestens nach einer halben Stunde Bescheid geben, dass auch sie nachkommen kann. Denn in den meisten Fällen wird irgendjemand nicht mehr können.

Das gute Essen steht dann da, gänzlich unberührt – und wandert im schlimmsten Fall direkt in die Tonne. In diesem Fall: zurück zu Punkt 6!

8. Du reservierst einen Tisch für drei Personen.

Wenn man für drei Personen reserviert und Pech hat, sitzt man an einem Zweiertisch und kann auspokern, wer den heißen Teller als Erstes auf dem Tisch platzieren darf. Wer zu dritt essen geht, sollte für vier reservieren. So hat man nicht nur mehr Platz, sondern kann auch noch spontan jemanden mitnehmen.

9. Du hast keine Ahnung, ob ab einer gewissen Uhrzeit im Lokal geraucht werden darf.

Ein wichtiger Punkt für Nichtraucher: Wer keinen Bock hat, sein Goi Cuon Ga zu verzehren, während sich der Raum langsam mit Qualmern füllt, sollte vorher anrufen oder online nachgucken.

10. Du sprichst mit deinem Gegenüber über Dinge, für die du eigentlich ein Glas Gin bräuchtest.

Im Zeitraum von wenigen Monaten kann sich viel tun: Wohnungen werden gekündigt, Menschen verlassen oder Freundschaften beendet. Damit man sich nicht dauernd am Tofu verschluckt und nur "Mhmmmm" antwortet, während man sich die traurige Geschichte von Gregor anhört, sollte man das wirklich Brisante besser auf später verschieben.

11. Du hast nicht den Mut, ein Gericht zurück gehen zu lassen.

Die Suppe ist kalt? Du bist allergisch gegen Nüsse? Du hast den Salat explizit ohne Tomaten verlangt? Es hilft niemandem, wenn du dein Essen hinunterwürgst, obwohl es dir nicht schmeckt – oder sogar gesundheitlichen Schaden zufügt. Am besten man fragt höflich nach, ob man etwas anderes haben könnte und nennt die Gründe, die einem am Verzehr der eigentlich bestellten Speise hindern. Zumindest ein Preisnachlass ist in den meisten Fällen drin.

Hol dir das, was dir zusteht. Gilt auch für den Rest des Lebens.


Trip

Warum Berliner ab und an zum Feiern aufs Land fahren sollten

14.05.2016, 15:15

bento-Kolumnist Max erklärt Brandenburg und MeckPomm zum Mekka.

Wir fahren mit dem Regionalexpress bis nach Werder. In Brandenburg. Im Zug laufen nur Verstrahlte rum. Einer mit Bart pöbelt "40 Jahre Überwachungsstaat – überwacht mal euer Benehmen", dann will er sich mit mir über Bücher unterhalten und schlägt "Mein Kampf" vor.

Ich tue so, als würde ich schlafen.

Warum den weiten Weg nach Werder, um ein Fest wie dieses zu besuchen? In Berlin gibt es genug Partys, Open Airs, fließende Gewässer, an denen man Bier trinken kann.

Dort allerdings wird meine Freundin auch von Typen mit geweiteten Pupillen angetanzt. Da fahren Bierbikes. Da muss man einmal falsch abbiegen, um in einer Gruppe koreanischer Touristen gefangen zu sein.