Bild: dpa / Gero Breloer

Food

Fernbusse und Mindestlohn stürzen Dunkin' Donuts in die Krise

08.08.2017, 14:03

Das behauptet das Unternehmen.

Dunkin' Donuts bangt um 30 Filialen. Die Franchisenehmer S&C International Deutschland und die Will Coffee haben Insolvenz angemeldet. Die Unternehmen beschäftigen zusammen fast 260 Mitarbeiter und betreiben 20 Filialen in Berlin und 10 in Nordrhein-Westfalen – das sind fast die Hälfte aller Dunkin' Donuts-Läden in Deutschland.

Als Grund für die finanziellen Schwierigkeiten nannte ein Unternehmenssprecher die Einführung des Mindestlohns und die rückläufigen Geschäfte an den Hauptbahnhöfen: "Viele der 30 Filialen stehen in Bahnhofshallen und haben durch den Zuwachs an Fernbussen ihre Laufkundschaft verloren."

Bis September soll der Betrieb normal weiterlaufen und die Mitarbeiter erhalten ihre Löhne. Doch was danach passiert, ist unklar. "Wir können momentan nichts Genaues sagen, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen ist", erklärte der Sprecher.

Zuletzt eröffnete Standorte hatten sich schon nach kurzer Zeit als unrentabel erwiesen und seien bereits wieder geschlossen worden. Die vom Insolvenzverfahren betroffenen Filialen würden aber grundsätzlich über gute Standorte verfügen, so ein Partner der hinzugezogenen Sanierungsberatung. Das Insolvenzverfahren sei geeignet, um die Geschäftsbetriebe nachhaltig zu sanieren.

Der vorläufige Insolvenzverwalter will in den kommenden Wochen die Sanierungsoptionen prüfen und dabei eng mit der US-Franchisegeberin zusammenarbeiten. Die sieben deutschen Franchisenehmer der Marke Dunkin' Donuts betreiben insgesamt 67 Filialen, die meisten davon in Berlin. Weltweit zählt das Unternehmen mit insgesamt knapp 11.000 Filialen zu den beliebtesten Fettbäckern.

Dieser Beitrag ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.

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(Es wird mit Zuckerwürfeln gerechnet und davon ausgegangen, dass ein Zuckerwürfel circa 3 Gramm wiegt.)


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Verwunschene Kunst: Diese Fotografin formt Obst-Menschen

08.08.2017, 12:34

Der Mensch hat die komische Eigenschaft, in ungefähr allem Gesichter erkennen zu können, was zwei Kreise (Augen) und einen Strich (Mund) kombiniert. Noch viel verblüffender wird diese Fähigkeit, je komplexer das Bild wird - und je abstrakter die Grundlage ist. 

Die polnische Fotografin Anna Tokarska spielt ganz bewusst mit dieser Eigenschaft und unserer Wahrnehmung – in dem sie Gesichter aus Obst und Gemüse zusammensetzt, mit Traubenlocken, Zucchininase und Orangenwangen  – und fotografiert sie in schummrigem Licht. 

Es entstehen mystische Obstschalen-Stilleben.