Bild: Jan Petter

19.05.2018, 11:14 · Aktualisiert: 19.05.2018, 11:16

Wir haben Menschen beim Wave-Gotik-Treffen in Leipzig gefragt, wie sie sonst aussehen

Immer dann, wenn sich die schwarze Szene trifft, ist Leipzig am buntesten. Beim Wave-Gotik-Treffen (WGT) versammeln sich jedes Jahr an Pfingsten rund 20.000 Menschen, um für vier Tage dem Alltag zu entfliehen und mitten in der Stadt auf Gleichgesinnte zu treffen. Eines der Highlights ist dabei das viktorianische Picknick im Leipziger Stadtpark. Hier zeigt sich die Szene in ihrer ganzen Vielfalt.

Doch wie sehen Steampunks, Goths und Mittelalterfans aus, wenn gerade kein WGT ist?

Wir haben uns von Menschen zeigen lassen, wie sie beim viktorianischen Picknick aussehen - und wie im Alltag:

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Was ist die schwarze Szene eigentlich?

Die "schwarze Szene", die sich hier jährlich trifft, ist in Wahrheit tatsächlich ein recht bunter Haufen. Neben Gothic-Fans tummeln sich auf dem WGT unter anderem auch Mittelalter-Enthusiasten, Steampunks, Visual-Kei-Anhänger, Industrial-Nerds und Fetischisten. Sie alle aufzählen zu wollen, wäre größenwahnsinnig. Viele fühlen sich in gleich mehreren Richtungen zu Hause oder wollen sich nicht für die Medien einer bestimmten Szene zuordnen.

Was aber alle eint: Die Offenheit und Lust, anders zu sein.

Sowas buntes und offenes gibt's wirklich nur in Leipzig
Thomas, 28

Noch mehr Eindrücke vom WGT:

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Das WGT ist ein besonderes Festival. Während über Pfingsten in Süddeutschland christliche Prozessionen stattfinden, tummeln sich hier mitten in der Innenstadt Menschen in schwarzen Latex-Kleidern, mit Bärenfellmützen oder Pferdemasken. Viele Teilnehmer genießen das Wave-Gotik-Treffen als Ausflucht aus dem grauen Alltag. Und die Leipziger genießen oft mit.

Noch mehr Fantasie, Leidenschaft und Kreativität abseis des Alltäglichen? Das sind die schönsten Kostüme der Connichi-Convention in Kassel:


Gerechtigkeit

In den USA gibt es 2018 bereits mehr Tote an Schulen als beim Militär

19.05.2018, 11:01 · Aktualisiert: 19.05.2018, 11:04

"Ich dachte mir, dass es irgendwann hier geschehen könnte."

Am Freitag drang ein 17-jähriger Schüler in die Santa Fe High School in Texas ein. Er war mit einer Schrotflinte und einem Revolver bewaffnet – und tötete in kürzester Zeit neun Schüler und einen Erwachsenen. (SPIEGEL ONLINE)

Die Gewalttat ist damit Teil einer inzwischen viel zu langen Liste der Schulmassaker in den USA ein. Und sie zeigt erneut: Schülerinnen und Schüler leben dort gefährlich. Aktuell sogar gefährlicher als Soldatinnen und Soldaten.

Nach der Tat in Texas hat die Zahl der bei Schulmassakern Getöteten in diesem Jahr die der getöteten Armee-Mitglieder überholt.