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Ein Künstler hat Drogen genommen um zu sehen, wie das seine Arbeit verändert

08.03.2016, 18:02 · Aktualisiert: 12.04.2016, 14:28

Ein Kunsttrip der besonderen Art

Der amerikanische Künstler und Grafikdesigner Brian Pollett war high – für die Kunst. 20 Drogen hat er gemalt, jeden Tag ein neues Bild. Dafür hat er viele der porträtierten Substanzen selbst konsumiert, sagt er.

Kunst und Drogen waren schon in der Vergangenheit ein gern gemischter Cocktail. Lang ist die Liste der Künstler, die mit bewusstseinsverändernden Substanzen experimentiert haben. Manchen wird sogar nachgesagt, dass sie nur mit Drogen im Blut kreativ arbeiten konnten.

Fotostrecke:

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20 Tage unter einem bestimmten Motto malen – das ist für den Künstler Pollett nicht neu. Auf seiner Webseite heißt es, er habe sich so eine Regel nicht zum ersten Mal auferlegt. Und dieses Jahr habe er sich eben für 20 Tage unter Drogenkonsum entschieden. Das Kunstprojekt widmet er allen Künstlern und Partypeople:

"I acknowledge that there are millions of other artists and party people who relate to what I'm creating and this project is for them. Party on."

Was er ausprobiert hat? Unter anderem Klassiker wie LSD, Alkohol, Marihuana oder Amphetamine.

In kleinen Geschichten zu seinen Bildern erzählt er seine vorherigen Erfahrungen mit den jeweiligen Drogen. Mit der Partydroge MDMA kam er etwa schon vor seinem Projekt in Berührung:

"Personally, I have always been a shy, anxious, person, with self destructive tendancies. After several sessions of MDMA therapy, I can honestly state that MDMA has given me confidence to see the collaborative nature in most humans, and to love myself."

Wie einer seiner Bildräusche aussieht, zeigt er in Videos wie diesem:

Viele andere Künstler ließen sich von Drogen inspirieren - und auch verführen. Der ehemalige "Take That"-Sänger Robbie Williams wäre beinahe an einer Überdosis gestorben. Er sagte der "Daily Mail": "Ich habe einen ganzen Drogen-Cocktail genommen. Mein linker Arm wurde taub, weil ich so viel Kokain nahm." Auch Pete Doherty, Sänger der Band Babyshambles, war immer wieder wegen seiner Drogenexzesse in den Medien. Aber auch für seine grandiosen Songs. Musik und Drogen gehören häufig zusammen.

Songs über Drogen

Welche Drogensongs auf keiner Playlist fehlen sollten:

Songs über Alkohol:

  • Die Toten Hosen – "Kein Alkohol (ist auch keine Lösung)"
  • Böhse Onkelz – "Alkohol"
  • Deichkind – "Prost"

Songs über Kokain:

  • Joe Cocker – "Guilty“
  • David Bowie – "Station to station“
  • The Clash – "Koka Kola“
  • Babyshambles feat. Kate Moss – "La Belle et la Bete“
  • Kendrick Lamar - „Night of the Living Junkies“
  • Miley Cyrus - „We can‘t stop“

Auch viele Autoren haben ihren Wortfluss von Drogen leiten lassen. Es heißt, der französische Schriftsteller Charles Baudelaire habe während seiner Arbeit Haschisch und Opium konsumiert. Sein Essay "Die künstlichen Paradiese" ist auf jeden Fall ein Lobgesang auf die berauschende Wirkung von Drogen. Auch der französische Autor Jean-Paul Sartre ließ sich bei seinen philosophischen Werken vom Aufputschmittel Corydran beflügeln (und brauchte danach Rotwein, um überhaupt ein bisschen zu schlafen).

Nicht wenige der Künstler sind im Drogenrausch jedoch zu hoch geflogen und haben sich an der Sonne der vermeintlichen Erkenntnis verbrannt: Nachdem sich Nirvana-Sänger Kurt Cobain erschossen hatte, fand man Heroin in seinem Blut.

Fotostrecke: Drogen auf bento

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Einen Überblick über die Wechselwirkung zwischen Kunst und Drogenkonsum gibt das Buch "Breites Wissen .... nachgelegt" von Ingo Niermann und Adriano Sack. Über alternative Methoden des Cannabis-Konsums wird hier genauso geschrieben wie über die Kalorienanzahl von verschiedenen Drinks – und darüber, welche Drogen in den Filmen von "Herr der Ringe" vorkommen.

Genug Stoff, um sich auf sicherem Abstand mit den unterschiedlichsten Drogen zu beschäftigen.