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Dieses Profil ist eine Liebeserklärung an den Kleinladen

02.12.2017, 14:22 · Aktualisiert: 02.12.2017, 15:04

Wie war das eigentlich damals, bevor es jedes beliebige Produkt in vielfacher Ausführung auf Amazon zu kaufen gab? Bevor die Innenstädte gepflastert waren, mit den ewig gleichen Filialen großer Unternehmen?

Die, die sich daran erinnern, vermissen die Zeit vor dem Boom der Großunternehmen. Und viele sehnen diese Zeit wieder herbei. Darum werden schon seit einer Weile in den Großstädten wieder kleine, kuratierte Läden eröffnet, wie es sie vor 100 Jahren schon gab – von Menschen, die gemerkt haben, dass manche Leute übersättigt sind. Dass sie müde sind, von einem nie endenden Angebot, einer nicht zu überschaubaren Auswahl an Möglichkeiten.

Ganz anders ist das bei den Kleinläden, denn sie strahlen Persönlichkeit aus, sie überfordern uns nicht, sie laden uns ein. Als wären ihre Produkte von den Inhabern nur für uns ausgewählt und liebevoll im Schaufenster und in den Regalen platziert worden.

Das kann dann so aussehen:

Paula Flynn liebt solche Läden. Die gebürtige Irin, die derzeit in New York lebt, hat als Designerin jahrelang in der Modeindustrie gearbeitet, unter anderem bei Karl Lagerfeld und dem Moderiesen GAP.

"Mit dem Online-Handel hat sich plötzlich vieles verändert", sagt Flynn in einem Interview mit der spanischen Webseite Verne. Man verliert den Überblick. Darum hat die Modeexpertin mit einigen Kolleginnen und Kollegen den Blog "The Shopkeepers" gegründet, eine Hommage an Kleinläden – von Bäckereien und Cafés, über Blumen- und Einrichtungsläden hin zu Buchhandlungen und Antiquariaten.

Gemeinsam mit ehemaligen Kollegen reist sie um die Welt, fotografiert individuelle Shops – alte und neue –, spricht mit ihren Eigentümern und erzählt ihre Geschichten.

So sehen die Läden aus:

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Da ist zum Beispiel das "Industry", ein kleiner Einrichtungsladen in Dublin. Inhaberin und kreativer Kopf Vanessa MacInnes führt den Laden gemeinsam mit ihrem Bruder Marcus und füllt ihn mit einer Mischung aus zeitlosen Vintage-Stücken und modernen Produkten. Dann bestückt sie die Teile mit Stoffen und Glaselementen, um ihnen eine weichere Note zu geben.

So hübsch ist der Laden:

Oder das "Village Common Mercantile" in Upstate New York. Ein Lifestyle-Shop, der handgemachte Vintage-Produkte verkauft. Die Inhaber Blake Hays and Benjamin Leben haben den Laden nach dem Antiquitätenladen von Bens Großmutter benannt, den sie in den Sechzigerjahren eröffnet hat. Gemeinsam haben die beiden jedes einzelne Regal in ihrem Shop selbst designt und gebaut, auf denen sie jetzt ihre Produkte ausstellen.

So sieht es dort aus:

All diese Geschäfte, die "The Shopkeepers" vorstellen, machen irgendwas ein kleines bisschen anders, als die anderen. Das sagt Flynn im Interview mit independent.ie. Dabei sind die Geschäfte selbst ihr genauso wichtig wie die Menschen, die dahinter stehen.

Auf der Webseite und dem Instagram-Account von "The Shopkeepers" kannst du dir noch mehr Läden und ihre Geschichten anschauen.

Lust auf noch mehr schöne Bilder?


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Der Daimler-Konzern hat sich ein Elektroauto von Tesla geliehen, um es heimlich zu testen. Schließlich muss der deutsche Autobauer ja wissen, was der neue Tesla Model X so drauf hat.

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