Bild: Authagraph

Art

Ein Japaner hat diese komische Weltkarte designt – und sie ist genauer als unsere alte

03.11.2016, 17:51 · Aktualisiert: 04.11.2016, 13:53

Unsere Weltkarte ist ziemlich daneben: Die Antarktis und Russland wirken riesig, Afrika hingegen wird in der Mitte gestaucht. Amerika franzt an den Enden aus und Skandinavien macht sich größer, als es ist.

Warum ist das so? Die heute gängige Karte beruht auf einer Version des belgischen Kartografen Gerhard Mercator aus dem 16. Jahrhundert. Er formte die Erdkugel in eine Zylinderprojektion. (Die Welt)

Das bedeutet: An den Rändern werden die Kontinente gestreckt, in der Mitte der Karte gestaucht.

(Bild: WikiCommons)

Dem japanischen Designer Hajime Narukawa war das zu ungenau – er entwickelte deshalb eine präzisere Variante. (Spoon Tamago)

Seine Karte sieht auf den ersten Blick seltsam aus:

(Bild: Authagraph)

Tatsächlich stellt sie die Größe der Ozeane und der Landmassen ziemlich genau dar – und auch die Entfernungen zu einander. Was noch besonderer ist: Die Karte lässt sich in verschiedene Formen bringen. Sie kann zum Globus gebastelt werden, aber auch zur Pyramide.

Und an jedes Ende lässt sich die nächste Karte andocken – damit es (wie auch beim Globus selbst) keinen Kartenrand gibt. Die Idee erinnert an die Karte des Designers Richard Buckminster Fuller.

(Bild: Autagraph)

Auch andere waren der Meinung, dass Hajime Narukawa damit gute Arbeit geleistet hat: Für sein Werk erhielt er nun den begehrten Good Design Award.

Mehr Japan:

Lass uns Freunde werden!

Haha

Comic: Die Sache mit den Leggings

03.11.2016, 17:00 · Aktualisiert: 03.11.2016, 17:06