26.06.2018, 10:52 · Aktualisiert: 26.06.2018, 16:47

Und sie tun weh.

Der Street-Art-Künstler Banksy hat in Paris wohl mehrere Graffitis hinterlassen – die meisten tauchten bereits am Wochenende auf, nun ist noch ein weiteres hinzugekommen: Zu sehen ist eine weiße Gestalt mit Kapuze, die zu Boden schaut, zwischenzeitlich stand noch eine weiße Kerze auf dem Boden davor.

Das Graffiti ziert den Notausgang des Bataclan – dem Club, in dem 2015 bei einem Terroranschlag mehr als 90 Menschen ums Leben kamen.

Eine offizielle Bestätigung, dass es sich tatsächlich um ein Kunstwerk von Banksy handelt, gibt es nicht: Auf seinem Instagram-Kanal hat sich der Künstler seit mehr als zwei Wochen nicht zu Wort gemeldet, doch auch bei den am Wochenende aufgetauchten Graffitis sind sich Experten einig, dass sie wohl von Banksy stammen müssen. (SPIEGEL ONLINE)

Was hat das Kunstwerk zu bedeuten?

Hinter den Graffiti, die am Wochenende aufgetaucht sind, könnte auch Kritik an der Flüchtlingspolitik Frankreichs stecken: Auf einem der Bilder ist ein dunkelhäutiges Mädchen zu sehen, das neben seinem Schlafsack ein Hakenkreuz mit einem rosafarbenen Teppichmuster übermalt. Es erschien in der Nähe eines ehemaligen Aufnahmezentrums, nach dessen Schließung im März Hunderte Flüchtlinge unter Brücken und an Kanälen im Freien nächtigen.

Banksy hatte auch schon früher Missstände in der Migrationspolitik kritisiert: 2016 sprayte er ein weinendes Mädchen an eine Wand gegenüber der französischen Botschaft in London, kurz zuvor hatte er in Calais ein Kunstwerk mit Apple-Gründer Steve Jobs gezeigt, der selbst Sohn syrischer Einwanderer ist. (bento)

Diese neuen Motive sind ebenfalls in Paris aufgetaucht:

Update:

Inzwischen ist das Bild des Mädchens übersprüht worden. Ein anderes Werk, die Ratte auf einem Sektkorken, wurde schlicht geklaut.


Today

Migranten sterben wegen der Hitze an der Grenze zwischen USA und Mexiko

26.06.2018, 10:28

Vor allem unbegleitete Kinder.

Im Grenzgebiet zwischen Mexiko und den USA sind in den vergangenen neun Monaten 48 Menschen an den Folgen hoher Temperaturen gestorben. Das sind 17 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum (SPIEGEL ONLINE). Ein Sprecher der US-Grenzschutzbehörde geht davon aus, dass es in den kommenden Sommermonaten noch deutlich mehr Tote geben wird.

Die gestiegene Zahl der Toten soll unter anderem daran liegen, dass immer mehr unbegleitete Kinder auf die andere Seite der Grenze wollen.