Art

Was Menschen tun, wenn sie sich unbeobachtet fühlen

19.12.2017, 18:10 · Aktualisiert: 20.12.2017, 10:22

Ein langer Tag geht zuende, du kommst nach Hause und schließt die Tür ab. Heute willst du keine Menschen mehr sehen, du ziehst die Jogginghose an, legst dich aufs Sofa und isst die Reste der Pizza vom Vorabend. Dabei schmierst du dir die Tomatensoße ins Gesicht und wischst sie danach mit deinem T-Shirt ab. Egal, du bist ja alleine.

Genau diese Momente möchte die Illustratorin Amanda Oleander zeigen:

Sie zeichnet Menschen in Situationen, in denen sie sich unbeobachtet fühlen. Alleine oder zusammen mit Menschen, mit denen sie sich wohlfühlen.

"Mich begeistert der Gedanke daran, wie sich Menschen hinter geschlossenen Türen verhalten. Intime Momente, die eigentlich niemand zu sehen bekommt," sagt sie bento.

Was diese Momente so besonders macht: Sie können eigentlich nicht wirklich dokumentiert werden. Denn wenn es so wäre, würden sich die Personen anders verhalten. Aus diesem Grund zeichnet Amanda die Personen.

Hier kannst du dir eine Auswahl ihrer Bilder anschauen:

"Wenn wir Paare in den Medien sehen, halten sie sich an den Händen, lachen oder küssen sich. Aber wie verhalten sich diese Menschen, wenn niemand in ihrer Nähe ist." Sie fühlte sich beinahe überschwemmt von all den perfekten Fotos – also entschied sie sich dazu, das zu ändern, erzählt sie bento.

Kunst war in Amandas Leben schon immer allgegenwärtig: Seit ihrer Kindheit zeichnet sie, nahm an Kursen teil. Nach ihrem Studium arbeitete sie als Illustratorin für ein Magazin in Los Angeles, bis sie sich vor zwei Jahren selbstständig machte.

Inspiriert fühlt sich Amanda durch einfache Alltagsmomente, aber auch von Künstlern wie Tim Burton. Und von Cartoons, die sie in ihrer Kindheit geguckt hat – wie "The Rugrats" oder "Hey Arnold".

Mehr Kunst von Amanda findest du auf ihrer Website, bei Facebook oder bei Instagram.


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Sachsens Polizeipanzer: Warum denken wir bei Frakturschrift an Nazis?

19.12.2017, 18:08 · Aktualisiert: 21.12.2017, 16:11

Wir haben mal einen Experten gefragt.

Die Stickerei auf den Fahrzeugsitzen des neuen Polizeipanzers "Survivor R"  muten an, als sei sie dem Jahr 1939 entsprungen: Loorbeerkranz, markante Streifen – und gebrochene Schrift (bento).

Am Sonntag entfachte sich bei Twitter eine Debatte darüber, das Innenministerium sah sich zur Stellungnahme gezwungen und wies die Vorwürfe zunächst entschieden zurück. Mit "rechter Attitüde" hätte das Logo nichts zu tun. Außerdem: "Das Fahrzeug wurde mit dieser Bestickung der Sitze vom Hersteller so ausgeliefert."